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Honigbeere

Einfach nur ich, mit all meinem Irrsinn

Scoula del caffé - Segafredo Caffé Seminar

Veröffentlicht am 25. März 2013 von Honigbeere in essen und geniesen

 

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Hallo Ihr Lieben, 

 

heute möchte ich Euch von einem ganz besonderem Erlebnis berichten. 

 

 

Auf der Facebookseite von Segafredo - Deutschland 

habe ich einen Besuch im Scoula del Caffé gewonnen. 

Meine Freude war natürlich riesig, denn ich liebe Kaffee. 

Bis zum Seminar war ich großer Fan von Cappuccino und Latte Macciato. 

Bin ich zwar immernoch, aber neu dazu kommt jetzt der Spaß und die Lust auf einen Espresso. 

 

 

Aber ich beginne mal von vorne. 

 

Samstag Vormittag 11.00 Uhr

Treffpunkt: Segafredo Schulungsräume in der Schrannenhalle - München 

Unser Schulungsleiter Sven begrüßte uns freundlich und charmant hinter einer großen Theke und bot uns gleich einen Wunschkaffe an. 

Für mich war das der erste Cappuccino an diesem Tag. 

Mit nur wenigen schnellen Handgriffen, war dieser nicht nur lecker sondern sah auch noch super aus. 

 

 

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Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, wer wo herkommt und warum er da ist, 

gabs auch schon den zweiten Cappuccino. Also für mich. 

Die anderen wählten Espresso oder Latte. 

Sven servierten uns alles sehr schön und mit nur wenigen Handgriffen 

und erzählte dabei schon sehr viel über Kaffee, Bohnen, Mahlgrad und Milchschaum. 

 

 

Danach haben wir uns gemeinsam an einen großes Tisch gesetzt .... 

 

 

 

Die Legende besagt: 

... das sich Hirten aus Abessinien (dem heutigen Ägypten) wunderten, weil, wenn Ihre Ziegen die Früchte von einem bestimmten Strauch gefressen hatten, aufgeregt wurden und Nachts keine Ruhe fanden. Eines Abends probierten sie die Früchte selber, aber sie schmeckten Ihnen überhaupt nicht. Und so warfen Sie die bittere Frucht ins Feuer. Dabei entstand zum ersten mal der köstliche Duft von gerösteten Kaffeebohnen. 

 

 

 

Wir erfuhren viele interessante und lehrreiche Information, Daten und Fakten:

  • Vom Endecken und Verbreiten des Kaffee´s. 
  • Vom Anbau und ernten der Pflanze bis zum fertigen Kaffee. 
  • Die verschiedenen guten und schlechten Röstarten. 
  • Die guten und die schlechten Bohnen. 
  • Zubereitungsarten und Einflussfaktoren eines guten und eines schlechten Kaffee´s. 



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Sehr interessant fand ich die Informationen

über die Arabica-Bohne und die Robusta-Bohne. 

 

 

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Arabica Bohne: 

  • 60% der Weltkaffeeproduktion 
  • grün bis hellgrün 
  • oval, flach, länglich mit S-Schnitt 
  • Verleiht säuerlichen Geschmack 
  • Benötigt konstantes Klima 
  • wächst auf 800 - 2000 m Seehöhe (= Hochlandkaffee) 
  • Die größten Anbaugebiete: Brasilien, Kolumbien, Guatemala 

 

 

Robusta Bohne: 

  • 40% der Weltkaffeeproduktion 
  • grau bis grün 
  • Rundlich, unregelmäßige Form mit geradem Schnitt 
  • Widerstandsfähig, verträgt höhere Temperaturen 
  • wächst in 300 - 800 m Seehöhe 
  • Doppelter Koffeingehalt, geringerer Ölanteil 
  • Verleiht Würze und die Crema 
  • Wichtigste Anbaugebiete: Elfenbeinküste, Uganda, Vietnam

 

 

Natürlich durften wir den Unterschied auch gleich selber probieren, 

und bekamen 2 Espresso.

 

100 % Arabica                                                         100 % Robusta 

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Der Unterschied ist klar erkennbar. 

Der Robusta hat viel mehr Crema 

und auch geschmacklich finde ich den Robusta viel besser,

da er würziger und kräftiger ist. Der Arabica ist mir mit 100 % zu sauer. 

Jetzt weiß ich auch, warum ich in einen 100% Arabica-Kaffee 

immer etwas mehr Mich und Zucker geben muss, damit er mir richtig schmeckt. 

(Wobei das Thema Milch und Kaffee lasse ich hier mal aus )

 

Der Segafredo-Espresso hat übrigends eine Mischung aus beiden. 

60% Arabica und 40 % Robusta 

und schmeckt am besten wenn er mit einer Wassertemperatur von 90 Grad

zubereitet wird. 

(Bei Kaffee kann schon 1 Grad über guten und schlechten Geschmack entscheiden) 

 

 

Und zum genauen Vergleich gabs auch noch einen Segafredo Espresso 

 

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Übrigends, 

einen guten Espresso erkennt man auch daran, wenn der Zucker 4 Sekunden auf der Crema liegen bleibt, bevor er unter geht. 

Außerdem, wenn Ihr einen Espresso trinkt, 

versucht mal den Zucker nicht nur zu verrühren,

sondern ihn mit dem Löffel erst etwas zu zerstampfen. 

Ihr werdet merken, ein ganz neuer Espresso-Geschmack. 

 

 

 

 

Das Seminar dauert insgesamt 5 Stunden. 

Und bei so vielem Kaffee und Informationen,

gab es auch etwas leckeres zu Essen für uns. 

Neben belegten Brötchen mit Käse und Schinken, gab es auch noch etwas ganz besonderes. 

 

 

Arancini 

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Arancini sind gefüllte und frittierte Reisbällchen. 

Sehr sehr lecker. 

Unsere waren gefüllt mit Hackfleisch, Soße und Erbsen.

Solltet Ihr mal an einer Segafredo-Bar vorbei kommen, gönnt Euch ein Arancini !! 

 

 

Wärend Sven sich dann gleich auch noch um unsere Nachspeise kümmerte, 

erzählte er uns nebenbei von den verschiedensten Kaffeezubereitungen. Dazu war im Raum auch eine große Theke aufgebaut auf der man die verschiedensten Geräte bewundern konnte. 

 

 

Ach ja, 

unsere Nachspeise war ein frisch gekochter türkischer Mokka. 

 

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Zum Abschluss wollten wir alle noch wissen: 

Wie macht man einen richtig guten Milchschaum?

Dieses "Geheimnis" werde ich Euch natürlich nicht verraten 

 

Aber ich zeige Euch was für Kunstwerke man mit der richtigen Milchschaum-Zubereitung zaubern kann. 

 

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Nach 5 Stunden im Scoula del caffé, kann ich sagen,

ich habe sehr viel gelernt und mitgenommen.

Viele hilfreiche und interessante Informationen und Tips,

die ich nun weiter ver - und anwenden kann.

Beruflich genauso wie privat.

Und ich habe den Geschmack an einem guten Espresso entdeckt.

Ich werde auf jeden Fall bei uns im Umkreis herausfinden,

wer wo den besten Espresso machen kann. 

(Richtig gelesen, WER. Nicht nur wo es den besten Espresso gibt,

sondern auch wer ihn am besten machen kann, ist ein entscheidener Faktor.)

 

 

Auch wurden wir nicht mit leeren Händen heim geschickt

 

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Vielen Dank an Segafredo das ich diesen tollen Tag erleben durfte. 

Und ein besonderer Dank geht an Sven.

Es war super schön, er hat das toll gemacht, mit Charm, Witz

und einem wahnsinns Wissen.

 

 

Was ich auch noch unbedingt erwähnen möchte.

Dieses Kaffee-Seminar ist kein verstecktes Verkaufsprojekt.

Es geht zu keinem Zeitpunkt darum welche Kaffeemaschine man kaufen soll, oder welcher Kaffee der beste ist.

Der beste Kaffee ist der, der einem am besten schmeckt.

Die beste Kaffeemaschine ist die, mit der man sich selber den besten Kaffee machen kann.

 

 

 

Liebe Grüße

Eure Honigbeere

 

und immer daran denken, Kaffee kochen ist nicht einfach nur ein Knöpfen drücken,

da steckt noch so viel mehr dahinter und darin!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Philippe 04/11/2013 10:28

Hallo

das klingt mal nach einem guten Seminar, bin neidisch. Ich gebe dir völlig recht, der beste Kaffee ist der, der einem am besten schmeckt.

Ich zum Beispiel liebe Espresso und Mocca, alle bei mir ums Eck in einem türkischen Laden gemacht.

Er mischt die Bohnensorten selber, hat mir aber noch nicht verraten in welchem Verhältnis :) ich arbeite daran mit viel Charm :)

Gruß
Phily